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Es werden Posts vom April, 2025 angezeigt.
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  ENDGÜLTIGKEIT Dieser Tag, der so weit weg schien, ist vielleicht näher als je zuvor. Jene Gegenwärtigkeit, an die der Tag zur Nacht wird und die Nacht zum Tag, und die nur einen Namen trägt: Endgültigkeit.  Wo die Zeit stillsteht, wo nur der Tod uns die Kraft gibt, weiterzugehen und weiterzuleben. Vielleicht werden wir erst in der Unendlichkeit die richtigen Worte finden, um einander mitzuteilen. Es sind Worte, die wir in all diesen langen Jahren unterdrückt und verdrängt haben, um nicht mehr leiden zu müssen, um uns selbst ein bisschen mehr zu lieben und näher zu kommen. Menschlich und in gleicher Weise erfüllt. Es ist ein einzigartiges Gefühl, ein gebrochenes Herz aufzuheben und zu erkennen, wie es wieder schlägt, denn ohne dich würde es sterben. Du wirst in jedem Augenblick da sein, um es zu beschützen und wie einen kostbaren Talisman zu bewachen. Du trägst es in deinen Händen fort und überlässt es dem Wind der Meere, damit es für andere leuchten kann. So schliess...
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  IM BLÖDSINN LIEGT DER WAHNSINN Im Blödsinn liegt der Wahnsinn, wenn sie sich gegenüber stehen. Ein Blick in ihre Augen genügt, um die Stille zu durchbrechen. Sie stemmt sich gegen ihn mit all ihrer Kraft, wie ein Steinbock, der sich gegen seinen Nebenbuhler auflehnt, um seine Stärke zu messen. Es gibt immer einen Gewinner, wenn der andere nachlässt oder ein stilles Einverständnis. Im Blödsinn liegt der Wahnsinn, wenn sie sich lieben und necken und sich die Augen verdrehen, weil nichts mehr einen Sinn ergibt. Sie versucht ein paar Worte zu sagen, aber der Redefluss bleibt in ihre Kehle stecken, als ob sie gerade frisch gepressten Zitronensaft getrunken hätte. Der Säuregehalt bremst ihre Zunge, die sich bitter zurückzieht. Sie schaut in den Rückspiegel ihrer vergangen Jahren, die unaufhaltsam an ihr vorbeigeflogen sind. So viel Blödsinn hat sich angestaut, dass sie ihn loswerden will. Sie könnte sich alle Haare vom Kopf ausreißen, um ihn nicht wiedersehen zu müssen. Aber er ist...
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  GEBROCHENES HERZ Gebrochenes Herz, das Leben hat dich enttäuscht, man kann es an deinen traurigen und stumpfen Augen sehen. Liebe ist ein wunder Punkt. Wenn man ihn berührt, besteht die Gefahr, närrisch zu werden. Du wirst deine Lieblingsmusik nie wieder spielen hören, denn seit seinem Weggang hat er eine unbegreifliche Lücke hinterlassen. Aber weine nicht, weine nie um eine unerwiderte Liebe, trockne deine Tränen ab, lege sie beiseite und du wirst sehen, dass du eines Tages dem Leben wieder ein Lächeln abgewinnen kannst. Gebrochenes Herz, das Wissen, dass er einer anderen gehört, raubt dir den Atem und beunruhigt deine Seele. Du hättest nie gewettet, dass all dies passieren könnte, vielleicht warst du dich deiner Sache zu sicher. Nun musst du dich verschließen, um nicht verletzt zu werden, wie ein Igel, der sich zusammenrollt und seine Stacheln zeigt. Doch das zarte Wesen, das sich in seinem Inneren befindet, will nur gestreichelt werden.  Betrachte dich nie als Verlust...
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  FÜR LYRIKFREUNDE HABE ICH ZWEI BÄNDE GÜNSTIG ABZUGEBEN. "LYRIK UND PROSA UNSERER ZEIT", Band 35 + 36 Herausgeber: Karin Fischer Verlag, Aachen Preis pro Buch: Fr. 10.- Bei Interesse könnt Ihr mir eine Email oder SMS schreiben unter: raffaella.rotonda@gmail.com 0041/79 405 66 10
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  DER GRASHÜPFER UND DAS WEICHTIER Es war einmal ein Grashüpfer, er hatte die Eigenheit, mit seinem grünen Frack auf ein Weichtier eine Rast einzulegen. Dabei kitzelten seine Hinterbeine die glitschige Masse, was das Weichtier zum Kichern brachte. Der Grashüpfer bastelte gern. Er hatte schon unzählige Materialien ausprobiert und mit Holz, Metall oder Stein verschiedene Gegenstände und Skulpturen gemacht, doch das Weichtier war das Faszinierendste von allen, denn es liess sich biegen und formen, wie man wollte, ohne kaputt zu gehen, bevor es sich dann wieder in seine ursprüngliche Gestalt zurück verwandelte. Einmal hatte der Grashüpfer ein Barba Papa aus ihm gemacht und sogar ein Skorpion mit Stachel, der nicht giftig, aber dennoch sehr eindrücklich aussah. Am liebsten benutzte der Grashüpfer das Weichtier als Springball oder Trampolin, dabei konnte er so schöne Kapriolen machen, dass er das Gefühl hatte, die Wolken zu berühren. Oder er lag einfach nur da und kaute an einem Lö...
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  WER SAGT’S DENN…, DASS DIE UHR ZEIGER HAT? Wer sagt’s denn…, dass die Uhr Zeiger hat?  Vielleicht Genies einer anderen Epoche, die sich mit dem Thema «Zeit» befassten und die Uhr erfunden haben, um uns Normalsterblichen das Leben zu vereinfachen.  Aber die Uhr könnte anstatt Zeiger auch gewöhnliche Bohnen oder Sandkörner haben. Warum nicht Kieselsteine oder bunte Knöpfe? Ein Ticken gegen die Zeit. Wer sagt’s denn…, dass die Uhr Zeiger hat?  Vielleicht Mütter oder Väter einer anderen Ära, die Ochsen hinter sich herzogen, um auf Getreidefelder zu ackern, damit jeder etwas zu Essen hatte.  Aber die Uhr könnte anstatt Zeiger auch Maiskörner oder Perlmuttperlen haben. Warum nicht Reiskörner oder zarte Blütenblätter? Die Nachkriegszeit hat begonnen. Wer sagt’s denn…, dass die Uhr Zeiger hat?  Vielleicht die moderne Welt, in die wir uns befinden und uns vorschreibt, wie wir die Zeit am besten nutzen sollen, um sie nicht sinnlos verstreichen zu lassen....
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  BITTER IST DIE WAHRHEIT Bitter ist die Wahrheit, die du fühlst, wenn du an ihn denkst. Eine gnadenlose Einsamkeit überkommt dich, streift über deinen Körper, wie ein Kleid, das für dich geschnitten ist. Gedanken wirbeln in deinem Kopf herum, überschlagen sich, bleiben still. Ein Turbinen an Gefühlen holen dich ein, spalten sich, setzen sich wieder zusammen. Es ist, wie wenn man von einer Naturkraft überrascht wird. Der Gedankenstrudel reißt dich mit in die absurdesten Tiefen des Lebens.  Wie viele Hände haben deine Haut berührt, wie viele Münder haben deine Lippen geküsst. Wie viele Arme haben deinen Körper umschlungen, wie viele Liebesgeflüster wurden an dein Ohr anvertraut. Versprechen, die zerbrochen sind und nur eine unversöhnliche Leere hinterlassen haben. Bitter ist die Wahrheit, die du empfindest, wenn du dich umschaust. Was hast du zurückgelassen? Ein verwundetes Herz, das von der Liebe zerrissen wurde. Nie hättest du geglaubt, dass so etwas möglich sei, und doch...
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  MÄRCHENPRINZ Märchenprinz, wo kommst du her? Vielleicht von einem Planeten, den sie nicht kennt, und als sie es am wenigsten erwartete, sah sie dich taumeln und unter den Leuten ein empfindliches Chaos anrichten. Deine kobaltblauen Augen fielen ihr sofort auf, wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Sie wünschte, dieses Treffen würde nie enden und dieser magische Moment nie aufhören. Und dann diese Deutung auf den ersten Blick, so als ob ihr euch schon ein Leben lang kennen würdet. Ein vielversprechender Wort Austausch von Angesicht zu Angesicht, ein charmantes Lächeln, bevor ihr euch verabschiedet. Märchenprinz, warum musste sie so lange auf dich warten? Sie hoffte schon nicht mehr, dass es dich gibt. Und doch bist du da, um ihre Hände zu ergreifen und sie an dein Herz zu legen. Es ist, als ob ein Traum in Erfüllung geht. So nah bei dir zu sein, wird fast unerträglich, wenn man sich nicht berühren kann. Aber was werden die Leute denken, wenn ihr euch in aller Öffentlichkeit küsst...
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  FRAG MICH NICHT, WIESO Frag mich nicht, wieso es Gut und Böse gibt, ich könnte es dir nicht sagen. Vielleicht weil das Gute ohne das Böse nicht existieren kann. Schwarz und weiss gehören zusammen, wie ein Foto zu seinem Bildrahmen. Das Gute will immer das Böse besiegen, während das Böse das Gute vernichten will. Ohne Gut gäbe es kein Böse und umgekehrt. Das ist ein Gesetzt, das schon in der Natur zu beobachten ist. Die Grillen werden auch von Vögeln gefressen und die Mäuse von Katzen. Es ist ein jagen und gejagt werden, wie in der freien Wildnis. Doch beim Menschen ist es anders, er setzt das Böse ein, nicht um zu überleben, sondern um Macht zu gewinnen und auszuüben. Frag mich nicht, wieso es Freunde und Feinde gibt, ich könnte es dir nicht erklären. Vielleicht weil Freunde dafür da sind, um dich zu beschützen und an deine Seite zu stehen, wenn etwas schief läuft und du einen Rat brauchst, während Feinde dir das Gefühl geben, geprügelt und in Stich gelassen zu werden, wenn d...