DURCH ZEIT UND RAUM
Durch Zeit
und Raum reisen, das eigene Leben wie ein Film nochmals abspielen, wie es
früher einmal war, wie es heute ist, wie es morgen sein kann. Mit einem Feind
zu schlafen, mit einem Freund zu lachen. Sobald man sich belustigt, kippt es unerwartet
in die andere Richtung und man beginnt alles zu hinterfragen. Warum das so war,
warum das so ist, warum das so sein wird.
Das beschäftigt auch die Götter.
Plötzlich wird man von einer unermesslichen Traurigkeit überfallen und von einem vertrauten Geruch angezogen. Und es fühlt sich an, als würde die Zeit stehen bleiben.
Das beschäftigt auch die Götter.
Plötzlich wird man von einer unermesslichen Traurigkeit überfallen und von einem vertrauten Geruch angezogen. Und es fühlt sich an, als würde die Zeit stehen bleiben.
Durch Zeit und Raum reisen, aus dem Koffer leben, was bleibt zurück, was nehmen wir mit, was werden wir da lassen. Eine Fotoaufnahme, die einem nichts mehr bedeutet, ein gesprochenes Wort, das wir immer wieder in Erinnerung rufen. Sobald man sich glücklich fühlt, schlägt es unerwartet in die andere Richtung und man beginnt an allem zu zweifeln. Warum das so war, warum das so ist, warum das so sein wird.
Das fragen sich auch die Schöpfer.
Plötzlich wird man von einer fürchterlichen Stille umgeben und von einer vertrauten Stimme angelockt. Und es fühlt sich an, als würde der Raum eingehen.
Und in der Abwesenheit finden wir die Essenz, um voranzukommen, zu wachsen und zu vergessen: was wir waren, was wir sind und was wir sein werden. R.R.

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