KÖNNTEN, SOLLTEN, WOLLTEN WIR…
Könnten, sollten, wollten wir… dem Tag zulächeln und zublinzeln? Denn es ist besser, den Tag mit einem Lächeln zu begrüßen, als einem unerfüllten Traum nachzutrauern. Man kann immer hoffen, ihn eines Tages zu verwirklichen. Und wenn du spürst, wie dein Herz jeden Tag im Rhythmus eines wunderschönen Liedes schlägt, dann wirst du immer noch wissen, dass du lebst, aber gib dich niemals dem Ruhm hin, der selbst den Sorglosen und Rücksichtslosen dieser Welt widerfährt.
Könnten, sollten, wollten wir… einen Spaziergang machen? Im Mondlicht, während die Sterne leuchten, schlafen die Spatzen auf ihren Zweigen und die Füchse in ihren Bauen. Wie romantisch, wie herrlich, allein schon der Gedanke daran. Denn Romantik gehört einer anderen Zeit an, etwas, das vielleicht gar nicht mehr existiert. Lass unsere Herzen schneller schlagen, im Rauschen eines Baches oder im Tau des Sonnenaufgangs, wenn alles noch still und ruhig ist. Hörst du unser Lied, das am Himmel widerhallt?
Könnten, sollten, wollten wir… tanzen gehen? Als ob wir zum ersten Mal einen glänzenden Marmorboden betreten würden, gleiten unsere Füße im Rhythmus leidenschaftlicher Musik hin, leicht und unbeschwert wie eine Feder. Während wir uns erlösender Vergebung hingeben und uns gelassen einem Zustand reiner Glückseligkeit widmen. Möge uns niemand je von jener wunderbaren Magie der Verbundenheit trennen. Denn unsere Sinne werden unsere Herzen leiten, die nach bedingungsloser Zuneigung hungern.
Könnten, sollten, wollten wir… eine Irrefahrt machen? Mit unseren Koffern voller Sehnsucht und Hoffnung, ohne zu wissen, wohin die Reise geht oder welche Grenzen wir überschreiten werden. Welch ein Glück, zu wissen, dass wir neue Menschen, neue Welten und neue Orte kennenlernen werden; allein der Gedanke daran lässt uns erschaudern. Spürst du auch diesen Hauch von Wahnsinn und Glück in der Luft? Dann wüsstest du, dass wir fast da sind, fast am Ziel.
Könnten, sollten, wollten wir… uns nicht streiten? Denn Frieden und Ruhe sind besser als der Druck ungelöster Konflikte und unnötiger Gewalt. Die einzige Lösung ist, viel miteinander zu reden, einander alles anzuvertrauen, was weh tut, alles, was falsch läuft. Wir dürfen einander niemals den Rücken zukehren, sondern müssen einander ehrlich in die Augen schauen und die Zeit miteinander in vollen Zügen genießen. Auch wenn es manchmal schmerzt, einander die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, ist sie immer besser als eine versteckte Lüge.
Aber
wir könnten, sollten und wollten etwas riskieren… und dürfen uns nicht vor der
Dunkelheit fürchten, die uns umgibt, denn unsere Hände werden immer den Weg
finden, sich zu verschränken. Das Risiko eingehen für diesen zusätzlichen
Nervenkitzel, das uns vor Augen führt, dass wir uns selbst verlieren könnten,
nur um dann getäuscht zu werden und von Neuem zu beginnen. Wir halten uns fest
an einem Jetzt, das brennt, wissend: Auch eine grosse Liebe kann vergehen. Und
wenn der Morgen kommt, wird er uns nichts mehr schulden. Denn für diesen
Augenblick waren wir mehr als das, was wir hätten sein können. R.R.

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